Hier Comic zu Umberto Eco!

Umberto Eco

Umberto Eco mit mir am Tisch.


Meine Mission: Andere zum Zeichnen anstiften.

Berlin. Der Semiotikprofessor und Romancier Umberto Eco gilt als Italiens intellektuelles Schwergewicht. Außerdem ist er eines meiner Idole, denn er hat mich die Bedeutung der Zeichen gelehrt (nicht das Zeichnen, wohlgemerkt). Klar, dass ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lasse, Eco zu sehen.

Mitte Mai weilte Umberto Eco in Berlin, um seinem deutschen Übersetzer Burkhart Kroeber die nötige Aufmerksamkeit und Anerkennung des Publikums zu verschaffen. Ohne Kroebers Übersetzerleistung wären ›Der Name der Rose‹, ›Das Foucaultsche Pendel‹ oder ›Baudolino‹ in Deutschland unbekannt geblieben. Für sein Lebenswerk hat Burkhart Kroeber am 13. Mai 2013 den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis bekommen. Am Tag darauf waren sowohl Eco als auch Kroeber in der Wannseevilla des Literarischen Colloquium Berlin zu Gast, um über den europäischen Romantiker Alessandro Manzoni (›I promessi sposi – Die Brautleute‹) und die Kunst des Übersetzens zu sprechen.

Umberto Eco stärkt sich für die Lesung.

Umberto Eco stärkt sich für die Lesung.


Durch ein reges Sitzplatzkarussell arbeitete ich mich in die erste Reihe vor, doch die Zeichen verrieten mir, dass ich noch näher an Eco herankommen könnte. Durch Ecos Theorien zur Deduktion und Abduktion in Aufmerksamkeit geschult, kombinierte ich aus dem Verhalten einzelner Gäste, die mit Büchern unterm Arm entschwanden und wieder auftauchten, dass der Meister schon da sein müsse. Bingo! Eco und Kroeber saßen draußen auf der Terrasse, tranken Kaffee und Wasser und genossen die Abendsonne mit wunderbarer Aussicht auf den Wannsee. Ich zückte mein Büchlein und machte mich an Umberto Eco heran.

»Signore Eco, sprechen Sie deutsch?« Eine dämliche Frage, aber seine Ehefrau ist eine Deutsche; sie heißt Renate, wie die Comicbibliothek in der Tucholskystraße. Er verneint, aber Englisch könne er mir anbieten. In einem Mischmasch aus Englisch und Italienisch erkläre ich ihm mein Konzept und präsentiere ein Beispiel. »Molto famoso in Germania«, ich tippe auf Mawils Zeichnung. Ich wüsste, dass er als junger Mann selber Karikaturen gezeichnet habe und den fumettis (Comics) aufgeschlossen gegenüberstehe. Eco nickt, ich reiche ihm den Filzstift. Zack, zack, zack macht er seine Striche und ich erkenne seine wachen Augen, seinen Bart und seinen Gehstock. Fertig. Er müsse noch etwas schreiben, sage ich, wenigstens eine Signatur. Dann ist er fertig. Als ich Burkhart Kroeber darum bitte, selbiges zu tun, entsteht Unruhe im Haus. Die Veranstaltung beginnt. Ein andermal!

Burkhart Kroeber, Maike Albath & Umberto Eco

Gleich geht’s los: Burkhart Kroeber, Maike Albath & Umberto Eco

Heimatseite: www.umberto-eco.de
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Bilder: Alle von mir.

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