Carrie Fisher und Dan Aykroyd: Weihnachten auf LSD

Bekanntermaßen ist im Dezember 2016 Carrie Fisher von uns weggegangen. Unsterblich geworden ist die Schauspielerin als die Julia Timoschenko in „Star Wars“. Weniger bekannt dürfte hingegen sein, dass die Weltraumprinzessin mit dem Bluesbruder Dan Aykroyd eine kurzzeitige Samstag-Nacht-Beziehung eingegangen war.

Das Mädchen aus Kalifornien und der Junge aus Kanada hatten sich bei „Saturday Night Live“ kennen- und während der anschließenden Dreharbeiten zu „Blues Brothers“ auch lieben gelernt. Humor war ein wichtiges Bindemittel zwischen den beiden. So kam es, dass das junge Paar das Weihnachtsfest miteinander in Nevada verbringen wollte. Dan Aykroyd erinnert sich:

„Having obtained some original Owsley from our friend Tom Davis, we flew up to Reno, rented a wagon and checked in for three days of full-on weeping to Christmas classics. Certainly one of the planet’s greatest occasions where LSD was a factor.“

(Übersetzung: „Nachdem wir von unserem Freund (dem Komiker) Tom Davis echtes Owsley-LSD bekommen hatten, flogen wir nach Reno, mieteten uns einen Wagen und checkten zu einem dreitägigen Weihnachtsgeflenne ein.“ Die beiden Hobbypsychonauten hatten sich vor Ort ihr LSD eingeworfen, dazu Weihnachtsklassiker geschaut und waren dabei wohl irgendwie sentimental geworden und ins Weinen geraten. Dan Aykroyd blieb dieses Weinnachtsfest jedenfalls in guter Erinnerung als „mit Sicherheit großartigstes Ereignis auf diesem Planeten, bei dem LSD eine Rolle spielte.“)

Trotz der Tränen hielt der romantische Flirt nicht ewig. Carrie Fisher heiratete stattdessen Paul Simon vom Folkduo Simon & Simon („Feelin‘ Groovy“). Auch mit Paul Simon unternahm die erlebnishungrige Fischerin einige Dessert-Trips: „I loved LSD. That was fantastic.“

Mit 24 Jahren wurde bei Carrie Fisher eine manisch-depressive Störung diagnostiziert, was sie zu Alkohol und Kokain greifen ließ. Später schrieb sie Bücher und gab freimütig Auskunft über ihre Bipolarität und ihre Drogensucht. LSD, meinte sie in einem Interview kurz vor ihrem Tod, sei aber nie ein Problem gewesen, sie würde es sogar wieder nehmen: „I would like to do that stuff again, but it might be a little intense at my age.“

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Hinweis: Hiermit soll niemand zum LSD-Konsum aufgefordert oder verleitet werden. LSD ist verboten. Auf dem Schwarzmarkt gilt weder ein Reinheitsgebot noch gibt es einen Beipackzettel mit aufgeführten Gegenanzeigen. Mich interessieren hier einfach die Spuren, die die „Wunderdroge“ in der Kulturgeschichte hinterlassen hat, und die Rolle, die Lysergsäurediethylamid in der aktuellen Hirnforschung wieder spielt.

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