Klinkerexpress: Umspannwerk Christiania

Das Umspannwerk an der Osloer Straße Ecke Prinzenallee in seiner ganzen Pracht.


Dieses Berliner Backsteingebäude ist weithin bekannt. Nicht nur, weil es ein markantes Aussehen hat, sondern auch, weil es an einer viel befahrenen Kreuzung steht. Irgendwann kommt hier jeder vorbei.

Die Berliner Elektrizitätswerke errichteten das Umspannwerk Christiania Ende der Zwanzigerjahre, als Berlin zur Elektropolis emporstieg. Der Entwurf kam vom firmeneigenen Architekten Hans Heinrich Müller. Seine Idee lässt aufstrebende Backsteingotik mit funktionalem Industriecharme verschmelzen.

Ansicht von der Prinzenallee (Anklicken zum Ankieken)

Besser, als auf der Website des aktuellen Hausherrn, kann man den Bau nicht beschreiben: „Charakteristisch für das Haus sind die hochaufragenden langen schmalen Fenster, die den überwölbten Gebäudesims mit orientalischen Spitzbögen durchbrechen, wodurch ein gegliederter Kranz über der schlichten Fassadenfläche entsteht.“

Die Spitzbögen findet man – allerdinx in stark verkürzter Form – in Müllers Netzstation am Arnimplatz wieder, wo er die Idee bereits zwei Jahre zuvor ausprobiert hatte.

Der Stützpunkt Christiania hat seinen Namen von der Christianiastraße, der heutigen Osloer Straße. Die norwegische Hauptstadt hieß von 1624 bis 31. Dezember 1924 nach dem dänischen König Christian IV. (Christiania) und bekam erst am 1. Januar 1925 ihren ursprünglichen Namen Oslo.

~
Bewag-Stützpunkt Christiania
Osloer Straße/Prinzenallee
Datierung: 1928-1929
Entwurf: Hans Heinrich Müller
Bauherr: Berliner Elektrizitätswerke AG
Homepage: www.christiania.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s