Gespräch zwischen zwei Hardboppern


Ein typisches Gespräch zwischen zwei Hardboppern Mitte der Fünfzigerjahre.

„Hey, Daddy-o! Du bist mein Mann!“
„Dudel-di-du! Schicker Zoot-Suit.“
„Danke.“
„Was geht ab?“
„Ich will morgen eine Platte machen.“
„Null problemo, wen willste denn dabeihaben?“
„Auf jeden Fall Paul Chambers am Bass und Art Blakey an der Schießbude.“
„Art kann grad nicht, der ist auf Tour.“
„Dann eben Philly Joe Jones.“
„Der ist drüben in Philly.“
„Dann eben Max Roach.“
„Gebongt. Und der Rest?“
„Horace Silver an den Tasten.“
„Der ist grad nicht in der Stadt.“
„Dann eben Wynton Kelly.“
„Geht klar.“
„Und Morgan am Horn.“
„Klar, Mann, kein Ding. Und welche Songs?“
„Ich denke, wir nehmen mein neuestes Stück als Titeltrack – das ist sowas von der Hammer!“
„Groovy.“
„Dazu ein paar Standards von Gershwin, Rodgers oder Berlin. Und für die B-Seite eine softe Ballade, sowas wie ‚Someone in Love‘ oder ‚Alone Together‘.“
„Gebongt, können wir machen. Morgen Abend bei Rudy vorm Studio, nach der Playhouse-Session. Sag mal, hast du noch etwas Age über? Ich komm grad auf den Affen.“
„Nee, bin momentan selber klamm.“
„Na gut, reingehauen.“
„Japp, bis morgen!“
~

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