Die Buddha-Statuen von Bamiyan

Die Kolosse zu Bamiyan nach Alexander Burnes Zeichnung.


Die Buddha-Statuen von Bamiyan waren bis zu ihrer Zerstörung durch die Taliban im März 2001 die größten stehenden Buddha-Figuren der Welt. Sie waren 53 bzw. 35 Meter groß und befanden sich im Tal von Bamiyan, das im Zentrum Afghanistans liegt. Als einer der ersten Europäer beschrieb der schottische Reiseschriftsteller Alexander Burnes die Statuen und machte sie mit seinem Bestseller „Reisen in Indien und nach Buchara“ ab 1834 einem größeren Publikum bekannt. Er war kein Kunsthistoriker. Hier folgt nun Buchara-Burnes‘ Beschreibung und Interpretation:

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Adolf Loos: Tattoos und Verbrechen (1908)

Plakat des Loos’schen Vortrags


„Der papua tätowiert seine haut, sein boot, seine ruder, kurz alles, was ihm erreichbar ist. Er ist kein verbrecher. Der moderne mensch, der sich tätowiert, ist ein verbrecher oder ein degenerierter. Es gibt gefängnisse, in denen achtzig prozent der häftlinge tätowierungen aufweisen. Die tätowierten, die nicht in haft sind, sind latente verbrecher oder degenerierte aristokraten. Wenn ein tätowierter in freiheit stirbt, so ist er eben einige jahre, bevor er einen mord verübt hat, gestorben.“

Die Geschichte der Raumfahrt

Ein Poem von Axel Farmer-Mond (2019).

Im Oktober 1957 schoss die Sowjetunion
mit Sputnik den ersten Satelliten in die Erdumlaufbahn.

Im November 1957 beförderte die Sowjetunion
mit der Hündin Laika das erste Lebewesen in den Orbit.

Im Januar 1959 schickte die Sowjetunion
mit Lunik 1 die welterste Raumsonde zum Mond.

Im September 1959 landete die Sowjetunion
mit Lunik 2 das erste menschengemachte Objekt auf dem Mond.

Im April 1961 schickte die Sowjetunion
mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All.

Im Juni 1963 sandte die Sowjetunion
mit der linientreuen Walentina Tereschkowa die erste Frau ins All.

Im Oktober 1964 expedierte die Sowjetunion
mit Woschod 1 den ersten Mehrsitzer ins All.

Im März 1965 unternahm der sowjetische Kosmonaut
Alexej Leonow den allerersten Weltraumspaziergang.

Im April 1967 wurde der sowjetische Kosmonaut
Wladimir Komarow das erste Todesopfer einer Weltraummission.

Im Januar 1969 war der sowjetische Kosmonaut
Boris Wolynow der erste jüdische Astronaut im All.

Im Mai 1971 landeten die sowjetischen Sonden
Mars 2 und 3 als erste menschgemachte Objekte auf dem Mars.

Im Juli 1984 absolvierte die Russin
Swetlana Sawizkaja als erste Frau einen Außenbordeinsatz.

Im November 1988 startete und landete die Sowjetunion
ihre unbemannte Raumfähre Buran vollautomatisch.

Was die Welt am Ende erinnert:
Die Amerikaner waren als erste auf dem Mond.

Alexander Roda Roda: Die geistliche Macht

Zum Wunderrabbi von Borjan kam Simon Trümpetenschleim, Gutspächter weit drüben aus Kadobeschtje, brachte reiche Geschenke mit und bat flehentlich um Regen.

„Sei ohne Sorge“, sagte der Rabbi, „und spann den Schirm auf. Eh du heimkimmst von dein Pilgerreise, frommer Sohn, werd es schon haben angefangen zu tröppeln.“

Simon Trümpetenschleim in gläubigem Hoffen spannte den Schirm auf und fuhr heim. Zuerst tröpfelte es, dann knisterte der Regen.

Der Regen fiel, die Woche begann. Die Woche verging, der Regen prasselte. Am dritten Schabbes kam ein Telegramm vom Rabbi aus Borjan:

„trümpetenschleim was is? drahtet, ob es weiterregnen soll.“